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Gesetzliche Erbfolge

Mit dem Tod einer Person (Erblasser) geht deren Vermögen als Ganzes auf einen oder mehrere Erben über. Die gesetzliche Erbfolge tritt immer dann ein, wenn der Erblasser nicht durch Verfügung von Todes wegen (z.B. Testament) bestimmt hat, wer ihn beerben soll. Die gesetzliche Erbfolge führt dazu, dass neben dem Ehegatten die nächsten Verwandten zu Erben berufen sind. Das Erbrecht des Ehegatten richtet sich danach, welchen Verwandtschaftsgrad die übrigen Erben zum Erblasser haben. Ferner ist die Höhe des Erbteils von dem Güterstand abhängig, in dem die Ehegatten gelebt haben. Der Ehegatte erbt neben den Verwandten des Erblassers zwischen einem Viertel des Nachlasses und dem gesamten Nachlass.

Der Ehegatte wird nur dann alleiniger Erbe im Wege gesetzlicher Erbfolge, wenn weder Abkömmlinge noch Eltern und deren Abkömmlinge (Geschwister, Nichten und Neffen) noch Großeltern vorhanden sind. Sofern der Erblasser erreichen möchte, dass sein Ehegatte Alleinerbe wird, muss er ein entsprechendes Testament aufsetzen, ansonsten wird der Ehegatte sich fast immer in einer Erbengemeinschaft mit Verwandten befinden.

Tritt gesetzliche Erbfolge ein, erbt der Ehegatte neben den Abkömmlingen des Erblassers, also den Kindern bzw. Enkelkindern, sofern die Kinder vorverstorben sind, bei Zugewinngemeinschaft ½, bei Gütertrennung hängt die Quote von der Anzahl der Kinder ab.

Sofern keine Abkömmlinge vorhanden sind, erben zunächst die Eltern des Erblassers, bei Vorversterben deren Abkömmlinge. Daneben erbt der Ehegatte ½ , bei Zugewinngemeinschaft ¾

 

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Rechtsanwältin Ilka Wedemeyer
Fachanwältin für Erbrecht

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Rechtsanwalt Markus Wiegmann
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Steuerrecht